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~ ein Pavillon für 9 Jahre HQ in der ruinierten Gegenwart

Eröffnung Samstag 4. Juli 2026 ab 19 Uhr


mit zeithistorischen Dokumenten zu Ruinen und Runiertheit, Kunst von Lucile Olympe Haute, Enric Fort Ballester und Gregor Kieseritzky, einem solarpunkigens Bücherregal-Display- Wurmkasten-Pflanzen-Batterie-Lounge-Musik-Bar-Dispositif sowie der neuesten aciden Bekleidungs-/Outfits~Kollektion
des acid collège


pavilllon
   bearbeitetes Foto der Kreisgrabenanlage Pömmelte
 Originalfoto von Michael Deutsch (2021) CC BY-SA 4.0

Nach 9 Jahren umherschweifen in den Ruinen der Gegenwart oder: in der ruinierten Gegenwart, scheint nun - da Ruinen und Pavillons ohnehin eine gewisse Konjunktur aufzuweisen scheinen - ein guter Moment zu sein, um dem ruine hq einen Pavillon zu errichten. Eher: einen Pavillon zu widmen. Ein Pavillon ist eine Art von Gebäude, das verschiedenen Zwecken dienen kann; nicht selten handelt es sich um ein Nebengebäude, das entweder separat steht oder an ein Hauptgebäude angebaut ist; manchmal auch um eine Art Unterschlupf - üblicherweise wird es mit Unterhaltung und Vergnügen in Verbindung gebracht. Der HQ-Pavillon tut sich offensichtlicherweise schwer mit Repräsentation, vor allem mit nationaler. Muss er ja aber auch gar nicht. Die Ruine im hq ist ohnehin eher diffus-prozessualer Modus als Begriff und entzieht sich schon allein dadurch eventueller Fixierungsversuche. Zudem ist sie als Begriff ohnehin immer schon irgendwie aus der Zeit gefallen: unzeitgemäß und hochaktuell, zu lange her und geichzeitig immer schon im werden, irgendwie endlos, zyklisch; von zu vielen, auch problematischen Autor*innen bemüht und sowieso: zu geläufig, zu romantisch, zu fantasy, zu sci-fi, zu melancholisch, fast schon kitschig...

Wie dem auch sei - ziemlich genau 9 Jahre nachdem sich das ruine hq das erste Mal räumlich manifestierte; damals (2017) noch in der Zukunftswerkstatt im Ihmezentrum -  versammeln sich in dieser Ausstellung nun zeithistorische Dokumente zu vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Ausprägungen von Ruinen und Ruiniertheiten, Kunst von Lucile Olympe Haute, Enric Fort Ballester und Gregor Kieseritzky; das Ganze angeordnet um ein eben Pavillon-artiges, solarpunkiges Bücherregal-Display-Wurmkasten-Pflanzen- Batterie-Lounge-Musik-Bar-Dispositif, das auch einen Platz für die neueste acide Bekleidungs-/Outfits~Kollektion des acid collège bereitstellt. Kurzum: ein Prä-Jubiläum feinst-ruinöser Art.

Im Rahmen dieser Ausstellung werden einige Veranstaltungen stattfinden, die sobald sie terminiert worden sind, hier angekündigt werden.

Öffnungszeiten bei Veranstaltungen, nach Vereinbarung und bei zufälligem oder spontanem Vorbeikommen (Dienstag nachmittag ist meist gut, besser aber immer kurz eine email schicken vorher).



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